Online-Klausur schreiben: Darauf achten Proctoren beim Live-Proctoring! [2026]
- vor 2 Tagen
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Online-Klausuren klingen für viele Studenten erstmal deutlich entspannter als Präsenzklausuren.
Du musst nirgendswo hingehen, keine Kommilitonen, kein Hörsaal etc.
& v.a. kein Professor, der durch die Reihen läuft.
Die Realität sieht oft anders aus.
Denn viele Studenten unterschätzen komplett, wie gut das Live-Proctoring mittlerweile geworden ist.
Tatsächlich wirst Du in der Praxis bei Online-Klausuren deutlich genauer beobachtet als bei klassischen Präsenzprüfungen.
Und genau deshalb schauen wir uns heute einmal an, worauf Proctoren bei einer Online-Klausur tatsächlich achten. Aus Klausur-Ghostwriter Perspektive 😇

Erstmal wichtig: Was ist Live-Proctoring überhaupt?
Beim Live-Proctoring wird deine Online-Klausur von echten Menschen überwacht.
Meist sitzt irgendwo ein Proctor vor mehreren Bildschirmen gleichzeitig und beobachtet Dich. Unzwar durch:
Kamera
Mikrofon
Bildschirm
(Meistens) eine zweite Kamera
Zusätzlich laufen häufig automatische Systeme mit, die u.a. Auffälligkeiten markieren:
ungewöhnliche Augenbewegungen
Geräusche
Verbindungsabbrüche
Personen im Hintergrund
Wenn Du nicht (gut genug) auf der Kamera zu sehen bist
Proctoren wissen, dass viele Studenten bei Online-Klausuren schummeln wollen. & sie wollen es verhindern.
1. Phase: Vor Deiner Online-Klausur
Die meisten Auffälligkeiten entstehen nicht während der Klausur — sondern davor.
Denn dort prüfen Proctoren vor allem eine Sache:
Bist du wirklich alleine?
Deshalb laufen viele Checks inzwischen nach festen Mustern ab.
Typischerweise kontrolliert der Proctorer:
Kamera-, Mikrofon- & Bildschirmfreigabe
Ausweisprüfung
Raumscan mit der Kamera
zweite Kamera auf Hände oder Tastatur gerichtet
Task-Manager / geöffnete Programme
Audio-Test
Lichtverhältnisse
Sitzposition
⏰ Je nach Schnelligkeit von Dir bzw. des Proctorers kann dieser Klausurabschnitt etwa 15 min. in Anspruch nehmen.
Viele Studenten sind überrascht, wie detailliert die Klausur-Abläufe mittlerweile sind. Teilweise musst du:
dein Gesicht seitlich drehen
Hände zeigen
Ohren freimachen
unter den Tisch filmen
die Wände abscannen
Alles, was den Eindruck erzeugen könnte, dass sich eine zweite Person im Raum befindet, macht sie aufmerksam.
Dazu gehören u.a.:
Stimmen im Hintergrund
Schatten
offene Türen
Spiegel
Bewegungen
ungewöhnliche Lichtreflexionen Kurzgesagt: Die größte Sorge der Proctoren sind externe Helfer.
Proctoren HASSEN Klausur-Ghostwriter 🥸😂

2. Phase: Während der Klausur
Viele Studenten stellen sich das Live-Proctoring falsch vor.
Sie denken:
„Da schaut die ganze Zeit jemand konzentriert auf mich.“
In Wahrheit überwachen Proctoren oft mehrere Klausuren parallel.
Und genau deshalb verlassen sich viele Systeme stark auf automatische Warnmeldungen.
Trotzdem gibt es bestimmte Dinge, auf die fast immer geachtet wird.
1. Deine Augen
Das wahrscheinlich wichtigste Thema überhaupt.
Die Systeme prüfen oft:
wie lange du woanders hinschaust
wie häufig dein Blick abschweift
ob du ungewöhnliche Bewegungsmuster hast
Der Hintergrund ist logisch:
Wer ständig neben den Bildschirm schaut, wirkt verdächtig.
Deshalb gilt: Normales Nachdenken ist kein Problem.
Aber:
dauerhaft seitlich schauen
ständig nach unten schauen
wiederholt außerhalb des Bildschirms fokussieren
… erzeugt schnell Warnungen.
Viele Systeme markieren solche Situationen automatisch.
2. Deine Hände
Bei vielen Online-Klausuren müssen deine Hände durchweg sichtbar bleiben.
Der Gedanke dahinter: Die Hände sollen nachvollziehbar beschäftigt sein.
Komplett unnatürlich musst du dich deshalb aber nicht verhalten.
Normale Bewegungen wie:
nachdenklich ans Kinn fassen
zur Trinkflasche greifen
trinken
kurz strecken
tippen
schreiben
… sind völlig normal/ alltäglich.
Auffällig wird es eher bei:
dauerhaft verschwundenen Händen
hektischen Bewegungen außerhalb des Bildes
längeren Unterbrechungen
3. Geräusche
Geräusche sind -wie eingangs besprochen- ein riesiges Thema beim Live-Proctoring.
Besonders kritisch:
Stimmen
Tastaturgeräusche von anderen Personen
Flüstern
nicht zuordenbare Sounds
Wenn etwas ungewöhnlich wirkt, passiert oft Folgendes:
Der Proctor bittet dich einfach nochmal darum, den Raum zu zeigen.
Bleib cool. Nicht jede Nachfrage bedeutet sofort Verdacht.
Viele Proctoren sichern sich einfach nur ab.
4. Antwortgeschwindigkeit
Ja — auch das kann auffallen.
Wenn extrem komplexe Aufgaben ungewöhnlich schnell beantwortet werden, werden manche Systeme aufmerksam.
Das bedeutet natürlich nicht automatisch ein Problem.
Aber Plausibilität spielt durchaus eine Rolle.
Beispiele:
komplizierte Rechnungen ohne sichtbare Hilfsmittel
perfekte Paragraphenkenntnis bei Open-Book-Prüfungen
extrem schnelle Antwortmuster
Die Systeme prüfen oft:
Passt das Verhalten zur Schwierigkeit der Aufgabe?
Die Realität: Proctoren sind auch nur Menschen
Und das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt des ganzen Artikels.
Viele Studenten stellen sich Live-Proctoring wie einen Geheimdienstfilm vor.
Die Realität ist meistens deutlich unspektakulärer.
Proctoren sehen täglich:
hunderte Studenten
Fehlalarme
technische Probleme
nervöse Bewegungen
Verbindungsabbrüche
Zu 99 % passiert (aus ihrer Sicht) sowieso nichts.
Deshalb gilt:
Nicht jede Warnung bedeutet Ärger. Nicht jeder Blick zur Seite ist ein Täuschungsversuch. Nicht jede kurze Unterbrechung führt direkt zum Prüfungsabbruch.
Oft bekommst du einfach nur einen Hinweis:
„Bitte schauen Sie auf den Bildschirm.“
Oder:
„Bitte zeigen Sie den Raum nochmal.“
Solange Auffälligkeiten im normalen Rahmen bleiben, entsteht meistens auch kein ernsthafter Verdacht. 😊
Trotzdem gilt: Geh lieber auf Nummer sicher!
Denn am Ende sitzen dort echte Menschen.
Und wie überall gibt es:
entspannte Proctoren
motivierte Proctoren
strenge Proctoren
genervte Proctoren
Deshalb ist die beste Strategie immer: Davon ausgehen, dass aufmerksam hingeschaut wird. 💯
Wenn du:
ruhig bleibst
natürliche Bewegungen machst
technische Probleme vorher vermeidest
und dich normal verhältst
… wirst du in der Regel keinerlei Probleme bekommen.
Fazit
Online-Klausuren wirken auf viele Studenten entspannter als Präsenzprüfungen.
In Wahrheit bist du dort aber oft deutlich stärker unter Beobachtung.
Live-Proctoring basiert heute auf:
Kameras
Mikrofonen
Bildschirmfreigaben
automatischen Warnsystemen
und menschlicher Einschätzung
Die gute Nachricht: Du musst nicht perfekt sein.
Du solltest nur verstehen, wie diese Systeme funktionieren.
Denn wie so oft gilt auch hier:
Wer das Spiel versteht, bewegt sich automatisch sicherer darin.




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