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Warum die meisten Studenten das falsche Spiel spielen

  • vor 11 Minuten
  • 3 Min. Lesezeit
Die Uni hat eine Anzeigetafel. Das Leben hat eine andere. 
Die Uni hat eine Anzeigetafel. Das Leben hat eine andere. 

Und warum ein Sieg an der Uni noch lange kein Sieg im Leben ist

Lauf einmal über einen beliebigen Campus.

Du wirst überall dasselbe sehen.

Studenten jagen Noten hinterher.

Studenten jagen Credits hinterher.

Studenten jagen Abschlüssen hinterher.

Studenten jagen Anerkennung hinterher.

Alle sind beschäftigt.

Alle sind gestresst.

Alle haben zu wenig Zeit.

Doch nur die wenigsten stellen sich eine entscheidende Frage:

Welches Spiel spiele ich hier eigentlich?

Denn manchmal besteht der größte Fehler nicht darin, ein Spiel zu verlieren.

Manchmal besteht der größte Fehler darin, das falsche Spiel zu gewinnen.


Das Spiel der Universität

Das Uni-Spiel ist relativ einfach.

Du besuchst Vorlesungen.

Du bestehst Klausuren.

Du sammelst Credits.

Du machst Deinen Abschluss.

Die Regeln sind klar.

Die Anzeigetafel ist sichtbar.

Die Belohnungen kommen schnell.

Gute Note?

Du gewinnst.

Schlechte Note?

Du verlierst.

Alles wirkt messbar.

Alles wirkt wichtig.

Und genau deshalb verlieren sich so viele Studenten darin.


Das Problem, über das niemand spricht

Das Uni-Spiel endet irgendwann.

Das Spiel des Lebens endet nicht.

Und genau dort erleben viele Studenten einen Schock.

Sie verbringen Jahre damit, ihren Notendurchschnitt zu optimieren.

Dann kommt der Abschluss.

Und plötzlich interessiert sich kaum noch jemand für die Anzeigetafel, die zuvor so wichtig erschien.

Arbeitgeber fragen nicht:

Wie viele Nachtschichten hast Du für Klausuren eingelegt?

Kunden fragen nicht:

Welche Note hattest Du in Rechnungswesen?

Investoren fragen nicht:

Wie viele Credits hast Du gesammelt?

Sie fragen:

Was kannst Du?
Welche Probleme kannst Du lösen?
Welchen Wert schaffst Du?

Ein völlig anderes Spiel.

Mit einer völlig anderen Anzeigetafel.




Viele Studenten verwechseln Beschäftigung mit Fortschritt

Das ist eine der größten Fallen im Studium.

Viele Studenten verbringen ihre Tage mit:

  • Zusammenfassungen schreiben

  • Skripte markieren

  • Lernpläne erstellen

  • Ordner sortieren

  • Meetings besuchen

Und fühlen sich produktiv.

Doch beschäftigt zu sein bedeutet nicht automatisch, Fortschritte zu machen.

Ein Student kann zwölf Stunden lernen und kaum vorankommen.

Ein anderer kann drei fokussierte Stunden investieren und deutlich mehr erreichen.

Dasselbe gilt später im Berufsleben.

Aktivität ist nicht automatisch Fortschritt.


Das echte Leben belohnt andere Dinge

Die Universität belohnt oft:

  • Anpassung

  • Auswendiglernen

  • Regelkonformität

  • Vorhersagbarkeit

Das Leben belohnt häufig:

  • Eigeninitiative

  • Kommunikation

  • Kreativität

  • Mut

  • Anpassungsfähigkeit

Viele Studenten werden Experten darin, innerhalb eines Systems erfolgreich zu sein.

Nur wenige lernen, Chancen außerhalb eines Systems zu erschaffen.

Deshalb kämpfen manche Einser-Studenten später im Berufsleben.

Während andere mit durchschnittlichen Noten aufblühen.


Im echten Leben gibt es keine Musterlösung

An der Universität sind die Spielregeln klar.

Es gibt:

  • Modulhandbücher

  • Prüfungsordnungen

  • Bewertungsschemata

  • Abgabefristen

Im echten Leben sieht das anders aus.

Niemand überreicht Dir einen perfekten Plan.

Niemand sagt Dir exakt, was zu tun ist.

Niemand kennt die richtige Antwort.

Du musst selbst entscheiden.

Selbst Verantwortung übernehmen.

Selbst Risiken eingehen.

Und genau darauf bereitet die Universität viele Studenten nur begrenzt vor.


Die wertvollsten Fähigkeiten stehen nicht im Klausurplan

Denk einmal darüber nach:

Welche Fähigkeiten entscheiden wirklich über Erfolg?

  • Verhandeln

  • Verkaufen

  • Netzwerken

  • Menschen führen

  • Entscheidungen treffen

  • Rückschläge verkraften

  • Chancen erkennen

Die meisten Studenten verbringen Jahre damit, sich auf Klausuren vorzubereiten.

Aber nur wenige investieren dieselbe Energie in diese Fähigkeiten.

Dabei entscheiden genau diese Kompetenzen oft darüber, wer zehn Jahre später erfolgreich ist.


Die Studenten, die beide Spiele gewinnen

Die erfolgreichsten Studenten verstehen irgendwann etwas Wichtiges.

Sie ignorieren die Universität nicht.

Aber sie vergöttern sie auch nicht.

Sie machen ihren Abschluss.

Bestehen ihre Klausuren.

Sammeln ihre Credits.

Aber gleichzeitig bauen sie:

  • Erfahrungen auf

  • Netzwerke auf

  • Fähigkeiten auf

  • Selbstvertrauen auf

  • Möglichkeiten auf

Sie verstehen:

Die Universität ist nur ein Spiel.

Das Leben ist das größere.


Die gefährliche Komfortzone

Viele Studenten bleiben ihr gesamtes Studium innerhalb der akademischen Komfortzone.

Dort kennen sie die Regeln.

Dort kennen sie die Bewertungskriterien.

Dort wissen sie, wie Erfolg aussieht.

Außerhalb dieser Zone beginnt Unsicherheit.

Und genau deshalb meiden viele sie.

Doch Wachstum entsteht fast immer außerhalb der Komfortzone.

Nicht in ihr.


Fazit: Wähle Deine Anzeigetafel mit Bedacht

Jedes Spiel besitzt eine Anzeigetafel.

Die Universität hat Noten.

Das Leben hat Ergebnisse.

Der Fehler vieler Studenten besteht darin zu glauben, dass beides dasselbe ist.

Ist es nicht.

Die eine misst akademische Leistung.

Die andere misst Wirkung.

Deshalb solltest Du Dich regelmäßig fragen:

Gewinne ich gerade das Spiel, das wirklich wichtig ist?

Denn das größte Risiko besteht nicht darin, an der Universität zu scheitern.

Das größte Risiko besteht darin, jahrelang im falschen Spiel erfolgreich zu sein.

🚀



 
 
 

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