top of page

Warum die meisten Studenten lernen zu folgen statt zu denken

vor 11 Minuten
3 Min. Lesezeit
Die Zukunft gehört nicht den Menschen, denen gesagt werden muss, was sie denken sollen. Sondern denen, die selbst denken können
Die Zukunft gehört nicht den Menschen, denen gesagt werden muss, was sie denken sollen. Sondern denen, die selbst denken können

Die Fähigkeit, die jedes Jahr wertvoller wird

Frag einen Studenten, was Bildung eigentlich leisten soll.

Die meisten werden antworten:

Wissen vermitteln.

Auf einen Beruf vorbereiten.

Fachkompetenz aufbauen.

Und damit haben sie recht.

Doch es gibt noch eine weitere Aufgabe, die oft vergessen wird:

Denken lernen.

Nicht:

Was man denken soll.

Sondern:

Wie man denkt.

Und genau dieser Unterschied könnte in Zukunft eine der wichtigsten Fähigkeiten überhaupt werden.


Studenten verbringen Jahre damit, Anweisungen zu befolgen

Betrachte den typischen Bildungsweg.

Dir wird gesagt:

  • Was Du lernen sollst

  • Wann Du lernen sollst

  • Wie Du lernen sollst

  • Was in der Klausur drankommt

  • Wie Erfolg gemessen wird

Der Weg ist weitgehend vorgegeben.

Studenten werden Experten darin, Anweisungen zu befolgen.

Und daran ist grundsätzlich nichts falsch.

Das Problem entsteht erst dann, wenn das Befolgen von Anweisungen zur einzigen Fähigkeit wird, die entwickelt wird.

Denn das echte Leben funktioniert anders.


Das Leben verteilt keine Musterlösungen

An der Universität bekommst Du die Fragen.

Im Leben musst Du sie selbst finden.

Niemand sagt Dir:

  • Welche Chance Du nutzen solltest

  • Welches Unternehmen Du gründen solltest

  • Welche Risiken sich lohnen

  • Welche Entscheidungen richtig sind

Es gibt kein Modulhandbuch.

Keine Musterlösung.

Keine Garantie.

Die Menschen, die erfolgreich werden, besitzen häufig nicht die besten Antworten.

Sondern die Fähigkeit, auch dann zu denken, wenn es keine Antworten gibt.


Informationen sind kein Wettbewerbsvorteil mehr

Früher war Wissen knapp.

Heute lebt jeder Student mit der größten Wissensdatenbank der Menschheitsgeschichte in seiner Hosentasche.

Innerhalb von Sekunden lassen sich:

  • Fakten recherchieren

  • Probleme lösen

  • Anleitungen finden

  • Informationen abrufen

Dadurch verändert sich das Spiel.

Der Vorteil liegt nicht mehr darin, Informationen zu besitzen.

Der Vorteil liegt darin zu verstehen:

  • Welche Informationen relevant sind

  • Welche Informationen falsch sind

  • Welche Informationen nützlich sind

  • Wie man daraus Entscheidungen ableitet

Mit anderen Worten:

Denken wird wertvoller als Auswendiglernen.


Studenten werden für Gewissheit belohnt

Das Bildungssystem liebt klare Antworten.

Richtig.

Falsch.

Bestanden.

Nicht bestanden.

Die Welt außerhalb der Universität liebt solche Klarheit deutlich weniger.

Das Leben besteht aus Unsicherheit.

Viele der wichtigsten Entscheidungen überhaupt besitzen keine eindeutige Antwort.

Du wirst:

  • unvollständige Informationen haben

  • widersprüchliche Meinungen hören

  • Risiken einschätzen müssen

Und trotzdem entscheiden müssen.

Genau dafür bereiten viele Studiengänge nur begrenzt vor.


Eigenständiges Denken fühlt sich unangenehm an

Deshalb vermeiden es viele Menschen.

Denn eigenständig zu denken bedeutet:

  • Verantwortung zu übernehmen

  • Unsicherheit auszuhalten

  • Fehler zu riskieren

Es ist deutlich einfacher, den Weg anderer Menschen zu kopieren.

Es ist einfacher, Mehrheitsmeinungen zu übernehmen.

Es ist einfacher, sich anzupassen.

Doch genau dadurch bleiben viele Menschen ihr Leben lang abhängig von den Ideen anderer.


Die wichtigsten Fragen besitzen keine Antwort

Denk einmal über die bedeutendsten Fragen Deines Lebens nach:

  • Welches Leben möchte ich führen?

  • Was macht mich wirklich glücklich?

  • Welche Karriere passt zu mir?

  • Was möchte ich aufbauen?

  • Welche Werte sind mir wichtig?

Für keine dieser Fragen existiert eine Musterlösung.

Kein Professor kann sie für Dich beantworten.

Kein Lehrbuch enthält die richtige Antwort.

Und trotzdem bestimmen genau diese Fragen Deine Zukunft.


Kritisches Denken wird zur Superkraft

Je leistungsfähiger Technologien werden, desto wichtiger wird kritisches Denken.

Warum?

Weil Technologie Antworten liefern kann.

Aber nicht immer beurteilen kann, welche Antwort die richtige ist.

Deshalb werden Menschen immer wertvoller, die:

  • logisch denken

  • Annahmen hinterfragen

  • Informationen bewerten

  • gute Entscheidungen treffen

Diese Fähigkeiten sind schwer zu automatisieren.

Und deshalb enorm wertvoll.


Die erfolgreichsten Studenten stellen andere Fragen

Die meisten Studenten fragen:

„Was soll ich denken?“

Die erfolgreichsten Studenten fragen:

„Was denke ich selbst?“

Dieser kleine Unterschied verändert alles.

Denn er verwandelt Menschen:

  • vom Mitläufer zum Gestalter

  • vom Konsumenten zum Produzenten

  • vom Zuschauer zum Entscheider

Und genau dort beginnt echter Einfluss.


Das Bildungssystem braucht Denker

Die Welt hat genügend Menschen, die Anweisungen befolgen können.

Was sie braucht, sind Menschen, die:

  • Probleme erkennen

  • Lösungen entwickeln

  • neue Ideen erschaffen

  • Verantwortung übernehmen

Menschen, die denken können.

Nicht nur reagieren.


Fazit: Lerne mehr als nur den Stoff

Natürlich solltest Du lernen.

Natürlich solltest Du Klausuren bestehen.

Natürlich solltest Du Fachwissen aufbauen.

Doch höre dort nicht auf.

Lerne:

  • Fragen zu stellen

  • Dinge zu hinterfragen

  • Zusammenhänge zu analysieren

  • eigenständig zu denken

Denn Informationen verändern sich.

Technologien verändern sich.

Branchen verändern sich.

Die Fähigkeit zu denken bleibt.

Und in einer Welt voller Menschen, die darauf warten, gesagt zu bekommen, was sie tun sollen, werden diejenigen immer einen Vorteil haben, die selbst denken können.



 
 

Lass' uns im Kontakt bleiben!

Trage hier Deine Email ein & wir lernen uns unverbindlich kennen.

Danke für die Nachricht!

  • Twitter
  • Facebook
  • Linkedin

Impressum     Datenschutz     AGB

Klausurpartner Logo

© 2015 KlausurHelden. 

bottom of page